
Köpfe aus Schwerin – in der Ferne
Herr Trosien, Warum sind Sie eigentlich nach Georgien gezogen?
Der Mietvertrag für den „Stadtkrug“ lief aus. Und leider wird niemand jünger. Daher habe ich mich frühzeitg gegen eine fünfjährige Vertragsverlängerung entschieden. Ich wurde seit 2010 mehrmals zu gastronomisch Vorträgen nach Georgien eingeladen. Von offizieller Stelle wurde angefragt, ob ich mir ein Leben mit Aufgabe im Tourismussektor in Batumi vorstellen könne. Konnte ich gut, weil ich mir ein Leben ohne Aufgabe nicht vorstellen kann.
Vermissen Sie nach wenigen Wochen am Schwarzen Meer Schwerin schon?
Ja natürlich! Es ist egal, wohin man umzieht. Familie, Freunde, Partner und die Heimatstadt sind erst einmal weg. Physisch. Mit moderner Kommunikation und guten Flugverbindungen bleibt man sich aber nahe.
Außer dem Wetter, welche drei gravierenden Unterschiede zur „alten“ Heimat fallen Ihnen ein?
Gastfreundschaft ist kostenlos. Die Georgier sind ein Volk, das seine Wirte ernährt (frei nach Bismarck). Die georgische Stunde hat mehr als 60 Minuten.
Was erzählen Sie Ihren neuen Nachbarn oder Kollegen über Schwerin?
Schwerin ist meine Geburtsstadt. Wie in Batumi in guter Verbindung mit Wasser und Natur. Dann über den Alltag, die Menschen, modernes Einkaufen, das Schloss, Museum, Gastronomie, Sport, Kultur und, und, und…
Bei welcher Gelegenheit werden Sie Schwerin das nächste Mal wieder
besuchen?
Bei jeder sich bietenden natürlich. Es gibt viele erfreuliche Anlässe Schwerin zu besuchen: Familie, Freunde, Partner, Kultur, Handball und mehr.
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