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12.02.16

Im Herzen natürlich Kind geblieben

Interview in der Reihe "Köpfe aus Schwerin"

Olaf „Ole“ Winkler

Sehr geehrter Herr Winkler, Sie musizieren mit Kindern, schreiben Lieder und Geschichten für Kinder. Haben Sie manchmal auch ein bisschen Sehnsucht nach Ihrer eigenen Kindheit?
Meine Kindheit wurde geprägt durch Familie, Freunde und „draußen sein“, spielen, Sport und vor allem malen, zeichnen, singen und musizieren. Ich bin im Herzen natürlich Kind geblieben. Eine tiefe Verbundenheit und Sehnsucht nach „zu Hause“ und meiner Kindheit werde ich also niemals verlieren.

Sie sind in Thüringen geboren und aufgewachsen. Seit wann leben Sie bei uns im Norden, und was hat Sie hierher verschlagen?
Ich bin seit 1998 Wahl-Schweriner, lebte zuerst in der City und zog dann in den Speckgürtel – und das alles natürlich wegen des Wichtigsten in meinem Leben: meiner Familie und der Liebe zu meiner Frau.

Was gefällt Ihnen hier besser als in Thüringen, und was vermissen Sie an Ihrer alten Heimat?
Die fantastischen Weiten der Seen und der Ostsee, als eingefleischter Wasserwanderer diese pure Natur, so wie ich sie haben möchte. Was fehlt, sind die Berge, die ich mir aber jedes Jahr einmal wieder in mein Herz hole.

Eigentlich sind Sie ja Lehrer. Arbeiten Sie noch in diesem Beruf, oder konzentrieren Sie sich nun voll auf Ihr Dasein als Künstler und den von Ihnen selbst gegründeten Tonkrug-Verlag?
Künstler zu sein, ist wunderbar, reicht aber tatsächlich nicht aus, mein Leben zu bestreiten. Es nimmt circa 30 Prozent meiner beruflichen Tätigkeit ein. In meinem anderen Unternehmen bin ich noch mit Leib und Seele Lehrer und vor allem Ernährungswissenschaftler, Dozent und Coach.

Können Sie sich vorstellen, auch mal etwas für Erwachsene zu schreiben?
Ich habe ein Gesundheitsbuch mit dem Titel: „Fit, satt und gesund “ geschrieben, das in Kürze erscheint. Langfristig wird es einen neuen „Stoppel-Band“ geben und ein Jugendbuch im „Fantasy-Style“.

Welche künstlerischen Vorbilder haben Sie?
Mich haben musisch vor allem Klassik, alle DDR-Liedermacher und Folksänger wie Bob Dylan stark geprägt. Rolf Zuckowski kam später hinzu, als meine Kinder klein waren. Ich lese sehr gern Krimis, zum Beispiel Mankells „Wallander“. Als Kind hat mich insbesondere Alexander Wolkows „Smaragdenstadt“-Reihe fasziniert. In der Malerei beeindruckt mich nach wie vor die Kunst der Renaissance, aber Walt Disney und die Welt der Cartoons sind ebenfalls elementar für mich.

Haben Sie neben der Kunst noch Zeit für Hobbys, wie sieht‘s zum Beispiel mit Sport aus?

Ich versuche, mich sportlich fit zu halten. Natürlich muss ich als Gesundheitscoach auch auf mein Gewicht achten. Ich lese viel. Ab und an male ich auch ein Bild. Die meiste Zeit musiziere ich aber und texte und komponiere. Interview: S. Krieg

Info: Opens external link in new windowwww.olewinkler.de




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